Stellungnahme zum Hallenbad Greffern

Klares Bekenntnis zum Hallenbad

Die Fraktion Die Grünen im Gemeinderat Rheinmünster steht geeint zu ihrem Bekenntnis für das Hallenbad Greffern. Die kürzlich getroffene Abstimmung im Gemeinderat war weder eine Entscheidung gegen das Hallenbad noch eine vorweggenommene Schließung – diesem Eindruck stellen wir uns entschieden entgegen. Seit unserem Einzug in den Gemeinderat standen wir immer für den Erhalt des Hallenbades ein, so wie wir es in unserem Wahlprogramm auch vorgeschlagen haben. Dabei liegt unser Augenmerk auf die energiesparenden und klimafreundlichen Aspekte und Nachhaltigkeit einer Komplettsanierung. Das Hallenbad in seiner jetzigen Form und Bauweise ist leider in Energieverbrauch und -nutzung recht ineffektiv. Deshalb sind wir auch offen dafür, neben einer Generalsanierung einen kompletten Neubau in Betracht zu ziehen.

Dem Gemeinderat fehlen bisher allerdings die Grundlagen an Informationen, Kostenschätzungen und Konzeptvorschlägen, um eine verlässliche Entscheidung für die weitere Entwicklung des Hallenbades treffen zu können. Aus diesem Grund haben wir dem jetzigen Vorschlag vorerst nicht zugestimmt und eine Vertagung angeregt. Die dem Ratsgremium vorgeschlagene Sanierung  der Trinkwasseranlage ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und muss im Gesamtkontext einer kompletten Sanierung betrachtet werden. Deshalb wollen wir weitere Aspekte betrachten, um hier Flickschusterei zu vermeiden. Nach unserer Kenntnis  – und anders als zum Teil nun in der Öffentlichkeit dargestellt –  wird die Sanierung der Trinkwasseranlage zu einer Schließung des Hallenbades bis mindestens Jahresende führen. Die Einschränkungen der Corona-Verordnungen erschweren die Öffnung zusätzlich und verbieten u.a. die Nutzung der Duschräume in der Turnhalle. Da wir somit zwangsläufig eine längere Schließperiode eingehen müssen, wollen wir diese Zeit nutzen, um Klarheit zu schaffen und gemeinsam mit Verwaltung und Ratskollegium eine verbindliche Vorgehensweise und einen Entscheidungspfad festlegen. Eventuell lassen sich dabei Entscheidungen für weitere kurzfristige Sanierungsmaßnahmen herbeiführen, wenn diese stimmig in ein Gesamtkonzept passen.

Um unser Versprechen umzusetzen, brauchen wir Klarheit darüber, wie die nächsten Schritte sind. Hier fischen wir leider im trüben Badewasser. Wir wollen gemeinsam mit der Verwaltung und Gemeinderat dafür sorgen, dass rasch die entsprechenden Informationen zur weiteren Vorgehensweise bzgl. eines Sanierungskonzeptes und der Kosten zur Verfügung stehen. Wir werden deshalb im Gemeinderat beantragen, dass uns ein Überblick über einen verlässlichen, zeitlichen Fahrplan zur Erstellung eines umfassenden Sanierungskonzeptes und möglicher Alternativen vorgelegt werden. Des weiteren beantragen wir die Aufstellung einer Übersicht der Maßnahmen und Kosten für den Zwischenbetrieb und die Substanzerhaltung des Hallenbades bis zu einer Komplettsanierung. Darüber hinaus wollen wir eine weitreichende Beteiligung der Bevölkerung an diesem Entscheidungsprozess sicherstellen. Die Kosten für die Sanierung des Hallenbades werden um ein Vielfaches höher sein als die bisher genannte Zahl von 4.4 Millionen EUR – deshalb ist es nur richtig, hier die Bürger*innen einzubinden. Wir begrüßen daher auch ausdrücklich, dass die Diskussion nun eine breitere Öffentlichkeit findet und sich auch Bürgerinitiativen formieren.

Wir als Grüne Fraktion stehen zu unserem Versprechen. Wir sind erst seit zehn Monaten im Gemeinderat in Rheinmünster vertreten. Die Probleme des Hallenbades sind aber durch Versäumnisse in den letzten zehn Jahren entstanden. Leicht könnten wir uns daher zurücklehnen und die Schuld den anderen Fraktionen oder der Verwaltung zuschieben. Doch wir übernehmen Verantwortung, handeln zukunftsorientiert und wollen für eine so wichtige Entscheidung eine von Konsens getragene Antwort finden. Wir distanzieren uns deshalb von populistischer Panikmache und warnen davor, von einem Todesstoß für das Hallenbad zu sprechen.

Als Fraktion Die Grünen im Gemeinderat versprechen wir, dass wir uns weiterhin konstruktiv und kritisch für den Erhalt des Hallenbades einsetzen und für eine nachhaltige Lösung werben werden.

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